Raster und Raum –
Nachhaltig gedacht.
Der Entwurf entwickelt sich aus der vorhandenen Topografie. Durch die gezielte Anpassung der Höhenlage wird das Gebäude selbstverständlich in das Gelände eingebunden und zugleich funktional optimiert. Der reduzierte Erdaushub vermeidet rund 1.650 LKW-An- und Abfahrten und verringert Emissionen sowie Lärm- und Staubbelastungen im sensiblen Umfeld des Klinikums.
Städtebaulich reagiert der Neubau auf den Maßstab der angrenzenden Klinikgebäude. Anstelle eines monolithischen Großbaukörpers gliedert sich der Parkbau in zwei klar ablesbare Baukörper, zwischen denen ein begrünter Innenhof entsteht. Er schafft Blickbeziehungen, verbessert die natürliche Belichtung und Belüftung und verleiht dem Gebäude trotz seiner Größe eine offene, maßstäbliche Wirkung. Die gezielten Ein- und Ausblicke steigern zugleich die Aufenthaltsqualität und machen den Baukörper auch im Inneren räumlich erlebbar.
Die Konstruktion aus Betonfertigteilen und Stahl folgt einem modularen System, das konstruktive Klarheit, Wirtschaftlichkeit und Rückbaubarkeit miteinander verbindet. Sichtbare Tragstrukturen und eine reduzierte Materialität prägen die architektonische Erscheinung und unterstreichen die Klarheit des Entwurfs.
Die übersichtlich organisierten Parkebenen gewährleisten eine intuitive Orientierung und effiziente Verkehrsabläufe. Drei Brücken verbinden den Parkbau direkt mit dem Klinikum und bilden zugleich ein prägnantes Leitsystem des Campus. Als eigenständige architektonische Elemente schaffen sie kurze Wege, verknüpfen unterschiedliche Erschließungsebenen und stärken die räumliche Identität des Gesamtensembles.
Extensiv begrünte Dachflächen und vertikale Rankstrukturen ergänzen das nachhaltige Gesamtkonzept. Gemeinsam bilden sie ein ökologisches System, das das Mikroklima verbessert, die Biodiversität fördert und den Parkbau selbstverständlich in seine Umgebung einbindet.
So entsteht ein Bauwerk, dessen Qualität nicht allein aus seiner Funktion als Parkhaus resultiert, sondern aus der konsequenten Verbindung von Städtebau, Konstruktion, Landschaft und Mobilität. Es versteht sich als integraler Baustein des Klinikcampus und schafft einen identitätsstiftenden Mehrwert für Nutzer und Standort.
Ort
Braunschweig
Bauherr
Städtisches Klinikum Braunschweig
Projektart
Mobilitäts- und Verkehrsbau
Verkehrsbau Neubau Effiziente Wegeführung Barrierefreies Wegekonzept Einbindung in Topografie und Natur Zirkuläres Bauen und Rückbaubarkeit Horizontales und vertikales Begrünungskonzept