Raum und Klang –
Präzise komponiert.
Im Zentrum des Entwurfs steht die akustische Qualität des Raumes. Wand- und Deckenflächen wurden gezielt als wirksame Elemente der Schallführung ausgebildet. Ein morphologisch entwickeltes Deckensegel unterstützt die gegenseitige Hörbarkeit innerhalb des Chors und fügt sich präzise in die Geometrie des Raumes ein. Ergänzend sorgen dreieckige, schalllenkende Elemente als Kombination aus Bassabsorbern und natürlichen Diffusoren für eine differenzierte Klangverteilung. Positionierung und Ausformung dieser Elemente basieren auf einer detaillierten akustischen Planung.
Trotz der beengten Grundfläche wurde eine umfassende technische Infrastruktur integriert. Belichtung, Belüftung und Klimatisierung sind präzise in die Raumstruktur eingebunden und treten zugunsten der architektonischen Klarheit bewusst in den Hintergrund.
Der Raum selbst ist als kompakte Stufentribüne ausgebildet. Sie umfasst 38 feste Sitzplätze und wird durch zusätzliche temporäre Plätze in der unteren Ebene ergänzt. Die klare Staffelung unterstützt sowohl die Sichtbeziehungen als auch die akustische Wahrnehmung innerhalb des Raumes.
Das Projekt vereint eine hohe technische Dichte mit architektonischer Präzision und schafft auf kleinstem Raum eine funktional wie klanglich optimierte Raumstruktur.
Ort
Braunschweig
Bauherr
Staatliches Baumanagement BS
Projektart
Kultur- und Theaterbau
Industriebau Bauen im Bestand Bauen im laufenden Betrieb Interdisziplinäre Neuorganisation Nachhaltiges Bauen